Gesprächsrunde für Frauen

Freuden des Lebens

In der Toskana erzählt man sich die Geschichte eines Mannes, der sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer war.

Er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Hand voll Bohnen in die Tasche zu stecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.

Wie hat er das gemacht?

Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, das Lachen der jungen Frau gegenüber, ein schönes Essen, einen glänzenden Apfel, die Zigarre beim Plausch mit einem Bekannten, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Wein, ein Besuch bei den Freunden.

Für alles, was seine Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen, die er in die linke Tasche gesteckt hatte. Es war nicht nur ein Zählen. Nein, er zelebrierte diese Minuten. Dabei führte er sich alles Schöne vor Augen, das ihm an diesem Tag widerfahren war und er freute sich. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, ging ein Lächeln über sein Gesicht, denn der Tag war gelungen.

Es hatte sich zu leben gelohnt.

Termine 2020

6.02. „Steh auf und geh!“ unter dieses Bibelwort aus Johannes 5 haben Frauen aus Simbabwe den Gottesdienst zum Weltgebetstag gestellt.
Wir erfahren von dem Land und den Menschen dort und singen die Lieder ein.
5.03. Die Karlsruher Künstlerin Eva-Maria Lopez hat ihre Ausstellung unter das Thema „Tempel der Vernunft“ gestellt. Angeregt durch die Erstürmung und Umgestaltung vieler Kirchen in der französischen Revolution, hat sie Kirchenräume fotografiert und mit anderen Motiven überblendet. Es beschäftigt sie dazu die Frage nach unseren Ersatzreligionen.
Wir betrachten die Bilder und schauen was sie uns sagen.
6.03. Freitag, 18 Uhr: Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Aue.
2.04. In der Passionszeit werden wir uns mit dem Kreuz beschäftigen. Bei Dorothee Sölle heißt es: „Das Kreuz: Baum des Lebens“ — Was bedeutet es für uns?

Seit 1975 trifft sich ein Kreis von ca. 20 Frauen (zur Zeit im Alter von 60-80 Jahren) regelmäßig am 1. Donnerstag im Monat von 15 – 17 Uhr im Gemeindehaus am Zwinger (Seminarraum), um über Fragen des Glaubens und Lebens miteinander ins Gespräch zu kommen. Immer wieder bereichern auch ReferentInnen zu unterschiedlichen Themen die Runde.

Ein- bis zweimal im Jahr sind die Frauen unterwegs zu einem interessanten Ziel.

Einige Gründungsmitglieder sind noch mit von der Partie; der Kreis hat es aber auch verstanden, immer wieder neue Frauen zu interessieren und zu gewinnen. Durch diese Zusammensetzung besteht eine tragende Basis und gleichzeitig Offenheit für Neue und Neues.

Infos: Dorothea Betz, Tel.: 0721 44477, E-Mail: frauen@stadtkirche-durlach.de

Audio-Gottesdienste – Podcast