Predigtvorgespräche

Jeweils Mittwoch, 20.00 Uhr, im Gemeindehaus / Bibliothek

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Bibeltexte werden im Gespräch miteinander lebendig - wenn die eigenen Fragen und Erfahrungen eingebracht werden. In der reformatorischen Tradition ist deshalb die Schrift­aus­legung keine Angelegenheit weniger Experten. Sie ist Aufgabe und Recht aller, die in der Bibel Gottes Wort suchen und finden möchten. Die Predigtvorgespräche bieten dazu Gelegenheit.
Termine
17.07.2019Predigttext am 18.08.2019
Phil 3,(4-7.)8-14
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel

4obwohl ich meine Zuversicht auch aufs Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr, 5der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, 6nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.

7Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. 8Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne 9und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. 10Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, 11damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.

Das Ziel

12Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. 13Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

( Lutherbibel 2017 )

4Obwohl ich selbst mich durchaus

auf solche irdischen Vorzüge berufen könnte.

Rückblick auf die Vorgeschichte des Paulus

4Wenn sich also irgendjemand

auf seine irdischen Vorzüge berufen will –

ich hätte jedenfalls noch viel mehr Grund dazu.

5Ich wurde am achten Tag beschnitten.

Ich gehöre zum Volk Israel,

zum Stamm Benjamin.

Ich bin ein Hebräer

und stamme von Hebräern ab.

In Bezug auf das Gesetz

war ich ein Pharisäer.

6Über meinen Einsatz lässt sich sagen:

Ich verfolgte die Gemeinde.

Und was meine Treue gegenüber dem Gesetz betrifft:

Daran gab es nichts auszusetzen.

7Aber alles,

was mir damals als Vorteil erschien,

betrachte ich jetzt als Nachteil –

und zwar im Hinblick auf Christus.

8Ja wirklich:

Ich betrachte es ausnahmslos als Nachteil.

Dahinter steht die überwältigende Erkenntnis,

dass Jesus Christus mein Herr ist!

Verglichen mit ihm ist alles andere wertlos geworden,

ja, in meinen Augen ist es nichts als Dreck!

Das Einzige, was zählt, ist:

Christus zu gewinnen

9und zu ihm zu gehören.

Denn ich gelte nicht als gerecht,

weil ich das Gesetz befolge,

sondern weil ich an Christus glaube.

Das ist die Gerechtigkeit,

die von Gott kommt

und deren Grundlage der Glaube ist.

10Christus und die Kraft seiner Auferstehung

möchte ich erfahren.

An seinem Leiden möchte ich teilhaben –

bis dahin, dass ich ihm im Tod gleich werde.

11Das alles geschieht in der Hoffnung,

auch zur Auferstehung vom Tod zu gelangen.

Paulus ist noch nicht am Ziel

12Ich möchte nicht behaupten,

dass ich das alles schon erreicht habe

oder bereits am Ziel bin.

Aber ich laufe auf das Ziel zu,

um es zu ergreifen –

weil ja auch ich von Christus Jesus ergriffen bin.

13Brüder und Schwestern,

ich bilde mir wirklich nicht ein,

dass ich es schon geschafft habe.

Aber ich tue eines:

Ich vergesse,

was hinter mir liegt.

Und ich strecke mich nach dem aus,

was vor mir liegt.

14Ich laufe auf das Ziel zu,

um den Siegespreis zu gewinnen:

die Teilhabe an der himmlischen Welt,

zu der Gott uns durch Christus Jesus berufen hat.

( Basisbibel )

4Auch ich könnte mich auf solche Vorzüge berufen. Wenn andere meinen, sie könnten mit irdischen Vorzügen großtun – ich hätte viel mehr Grund dazu. 5Ich wurde beschnitten, als ich eine Woche alt war. Ich bin von Geburt ein Israelit aus dem Stamm Benjamin, ein Hebräer. 6Mein Eifer ging so weit, dass ich die christliche Gemeinde verfolgte. Gemessen an dem, was das Gesetz vorschreibt, stand ich vor Gott ohne Tadel da.

7Aber dies alles, was mir früher als Vorteil erschien, habe ich durch Christus als Nachteil erkannt. 8Ich betrachte überhaupt alles als Verlust im Vergleich mit dem überwältigenden Gewinn, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn kenne. Durch ihn hat für mich alles andere seinen Wert verloren, ja, ich halte es für bloßen Dreck. Nur noch Christus besitzt für mich einen Wert.

9Zu ihm möchte ich um jeden Preis gehören. Deshalb will ich nicht mehr durch mein eigenes Tun vor Gott als gerecht bestehen. Ich suche nicht meine eigene Gerechtigkeit auf das verlasse, was er durch Christus für mich getan hat.

10Ich möchte nichts anderes mehr kennen als Christus: Ich möchte die Kraft seiner Auferstehung erfahren, ich möchte sein Leiden mit ihm teilen. Mit ihm gleich geworden in seinem Tod, 11hoffe ich, auch zur Auferstehung der Toten zu gelangen.

Wir sind noch nicht am Ziel!

12Ich meine nicht, dass ich schon vollkommen bin und das Ziel erreicht habe. Ich laufe aber auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat. 13Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. 14Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen. Dieser Preis ist das ewige Leben, zu dem Gott mich durch Jesus Christus berufen hat.

( Gute Nachricht Bibel )

21.08.2019Predigttext am 01.09.2019
Hiob 23,1-17
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel
Hiobs dritte Antwort an Elifas

231Hiob antwortete und sprach:

2Auch heute lehnt sich meine Klage auf; seine Hand drückt schwer, dass ich seufzen muss. 3Ach dass ich wüsste, wie ich ihn finden und zu seiner Stätte kommen könnte! 4So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen 5und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde. 6Würde er mit großer Macht mit mir rechten? Nein, er selbst würde achthaben auf mich. 7Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten, und für immer würde ich entrinnen meinem Richter! 8Aber gehe ich nach Osten, so ist er nicht da; gehe ich nach Westen, so spüre ich ihn nicht. 9Wirkt er im Norden, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich im Süden, so sehe ich ihn nicht.

10Er aber kennt meinen Weg gut. Er prüfe mich, so will ich befunden werden wie das Gold. 11Denn ich hielt meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und wich nicht ab 12und übertrat nicht das Gebot seiner Lippen und bewahrte die Reden seines Mundes bei mir. 13Doch er hat's beschlossen, wer will ihm wehren? Und er macht's, wie er will. 14Ja, er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hat noch mehr derart im Sinn. 15Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht, und wenn ich darüber nachdenke, so fürchte ich mich vor ihm. 16Gott ist's, der mein Herz mutlos gemacht, und der Allmächtige, der mich erschreckt hat; 17denn nicht der Finsternis wegen muss ich schweigen, und nicht, weil Dunkel mein Angesicht deckt.

( Lutherbibel 2017 )

Das Alte Testment ist in der Basisbibel noch nicht enthalten.

Ijob: Wenn ich Gott nur finden könnte!

1Ijob antwortete:

2»Zwar möchte ich mein Stöhnen unterdrücken
und doch kommt Widerspruch von meinen Lippen.

3Wenn ich nur wüsste, wo sich Gott befindet
und wie ich zu ihm hingelangen könnte!

4Ich würde ihm schon meine Lage schildern,
ihm meine Gründe und Beweise nennen.

5Ich bin gespannt, was er dann sagen würde,
wie er mir darauf seine Antwort gäbe.

6Ob er mich seine Allmacht fühlen ließe?
Nein, hören würde er auf meine Worte.

7Ich würde meinen Rechtsstreit mit ihm führen
als einer, dem nichts vorzuwerfen ist.
Das müsste auch mein Richter anerkennen!

8Ich kann nach Osten gehn, dort ist Gott nicht;
und auch im Westen ist er nicht zu finden.

9Ist er im Norden tätig, seh ich's nicht;
versteckt er sich im Süden, weiß ich's nicht.

10Doch mein Weg ist ihm lange schon bekannt;
wenn er mich prüft, dann bin ich rein wie Gold.

11Mein Fuß hielt sich genau an seine Spur,
ich blieb auf seinem Weg und wich nicht ab.

12Ich tue immer, was er mir befiehlt,
sein Wort bewahre ich in meinem Herzen.

13Doch Gott allein bestimmt – wer will ihn hindern?
Was ihm gefällt, das setzt er einfach durch.

14Er wird auch tun, was er für mich geplant hat,
und Pläne über mich hat er genug!

15Das ist es, was mich so erschrecken lässt.
Sooft ich an ihn denke, zittere ich.

16Gott hat mir alle Zuversicht genommen;
weil er so mächtig ist, macht er mir Angst.

17Gott ist's, der mich erdrückt, und nicht das Dunkel,
auch wenn ich jetzt vor Dunkelheit nichts sehe.

( Gute Nachricht Bibel )

25.09.2019Predigttext am 06.10.2019
Jes 58,7-12
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel

7Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! 8Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen. 9Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.

Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, 10sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. 11Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. 12Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne«.

( Lutherbibel 2017 )

Das Alte Testment ist in der Basisbibel noch nicht enthalten.

7Ladet die Hungernden an euren Tisch, nehmt die Obdachlosen in euer Haus auf, gebt denen, die in Lumpen herumlaufen, etwas zum Anziehen und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen!

8Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen und eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz. 9Dann werdet ihr zu mir rufen und ich werde euch antworten; wenn ihr um Hilfe schreit, werde ich sagen: 'Hier bin ich!'

Wenn ihr aufhört, andere zu unterdrücken, mit dem Finger spöttisch auf sie zu zeigen und schlecht über sie zu reden, 10wenn ihr den Hungernden zu essen gebt und euch den Notleidenden zuwendet, dann wird eure Dunkelheit hell werden, rings um euch her wird das Licht strahlen wie am Mittag. 11Ich, der HERR, werde euch immer und überall führen, auch im dürren Land werde ich euch satt machen und euch meine Kraft geben. Ihr werdet wie ein Garten sein, der immer genug Wasser hat, und wie eine Quelle, die niemals versiegt. 12Was seit langer Zeit in Trümmern liegt, werdet ihr wieder aufbauen; auf den alten Fundamenten werdet ihr alles von Neuem errichten. Man wird euch das Volk nennen, das die Lücken in den Stadtmauern schließt und die Stadt wieder bewohnbar macht.«

( Gute Nachricht Bibel )

23.10.2019Predigttext am 10.11.2019
Lk 6,27-38
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel
Von der Feindesliebe

27Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. 29Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht. 30Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück. 31Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!

32Und wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben, die ihnen Liebe erweisen. 33Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, welchen Dank habt ihr davon? Das tun die Sünder auch. 34Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch Sünder leihen Sündern, damit sie das Gleiche zurückbekommen. 35Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Vom Umgang mit dem Nächsten

36Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. 37Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.

38Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.

( Lutherbibel 2017 )

Die Predigt am Fuß des Berges: Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

27»Aber euch,

die ihr mir zuhört,

sage ich:

Liebt eure Feinde.

Tut denen Gutes,

die euch hassen.

28Segnet die,

die euch verfluchen.

Betet für die,

die euch beschimpfen.

29Schlägt dich einer auf die Backe,

halte ihm auch die andere Backe hin.

Und nimmt dir einer den Mantel weg,

überlasse ihm auch das Hemd.

30Gib jedem das,

worum er dich bittet.

Und wenn dir jemand etwas wegnimmt,

das dir gehört,

dann fordere es nicht zurück.

31Genau so,

wie ihr behandelt werden wollt,

behandelt auch die anderen.

32Wenn ihr nur die liebt,

die euch auch lieben:

Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?

Sogar die Menschen,

die voller Schuld sind,

lieben ja die,

von denen sie geliebt werden.

33Wenn ihr nur denen Gutes tut,

die euch Gutes tun:

Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?

Sogar die Menschen,

die voller Schuld sind,

handeln so.

34Wenn ihr nur denen etwas leiht,

von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt:

Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?

Sogar die Menschen,

die voller Schuld sind,

leihen sich gegenseitig Dinge,

die sie später zurückbekommen.

35Nein! Liebt eure Feinde.

Tut Gutes und verleiht,

ohne etwas dafür zu erhoffen.

Dann werdet ihr großen Lohn erhalten

und Kinder des Höchsten sein.

Denn Gott selbst ist gut

zu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Nicht verurteilen

36»Seid barmherzig,

so wie euer Vater barmherzig ist.

37Ihr sollt andere nicht verurteilen,

dann wird auch Gott euch nicht verurteilen.

Sitzt über niemand zu Gericht,

dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.

Vergebt anderen,

dann wird Gott auch euch vergeben.

38Schenkt,

dann wird Gott auch euch beschenken:

Ein reichliches Maß wird euch in den Schoß geschüttet –

festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand.

Denn derselbe Maßstab,

den ihr an andere anlegt,

wird auch für euch gelten.«

( Basisbibel )

Die Feinde lieben

27»Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; 28segnet die, die euch verfluchen, und betet für alle, die euch schlecht behandeln.

29Wenn dich jemand auf die Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere Backe hin. Wenn dir jemand den Mantel wegnimmt, dann gib ihm noch das Hemd dazu.

30Wenn jemand dich um etwas bittet, dann gib es ihm; und wenn jemand dir etwas wegnimmt, dann fordere es nicht zurück.

31Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt sein wollt.

32Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Menschen, die nicht nach dem Willen Gottes fragen. 33Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr nur die gut behandelt, die euch auch gut behandeln? Das tun auch die hartgesottensten Sünder. 34Warum erwartet ihr von Gott eine Belohnung, wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr wisst, dass sie es euch zurückgeben werden? Ausleihen, um es auf Heller und Pfennig zurückzubekommen, das tun auch die Sünder gegenüber ihresgleichen!

35Nein, eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht, ohne etwas zurückzuerwarten! Dann bekommt ihr reichen Lohn: Ihr werdet zu Kindern des Höchsten. Denn auch er ist gut zu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Niemand verurteilen

36»Werdet barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist!

37Verurteilt nicht andere, dann wird Gott auch euch nicht verurteilen. Sitzt über niemand zu Gericht, dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.

Verzeiht, dann wird Gott euch verzeihen. 38Schenkt, dann wird Gott euch schenken; ja, er wird euch so überreich beschenken, dass ihr gar nicht alles fassen könnt. Darum gebraucht anderen gegenüber ein reichliches Maß; denn Gott wird bei euch dasselbe Maß verwenden.«

( Gute Nachricht Bibel )

13.11.2019Predigttext am 20.11.2019
Röm 2,1-11
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel
Das Gericht über alle Menschen

1Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest. 2Wir wissen aber, dass Gottes Urteil zu Recht über die ergeht, die solches tun. 3Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? 4Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

5Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6der einem jeden geben wird nach seinen Werken: 7ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; 8Zorn und Grimm aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; 9Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die das Böse tun, zuerst der Juden und auch der Griechen; 10Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die das Gute tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen.

11Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

( Lutherbibel 2017 )

Für Juden und Heiden gilt der gleiche Maßstab

1Deshalb hast du auch keine Entschuldigung,

du Mensch,

der sich zum Richter aufspielt.

Wenn du jemand anderen verurteilst,

sprichst du damit selbst das Urteil über dich.

Denn du verurteilst zwar andere,

handelst aber genauso.

2Wir wissen aber:

Wer so handelt,

über den spricht Gott das Urteil.

Und dieses Urteil entspricht der Wahrheit.

3Du Mensch,

du tust doch genau dasselbe wie die anderen,

die du verurteilst.

Rechnest du wirklich damit,

dem Urteil Gottes entgehen zu können?

4Oder missachtest du Gottes große Güte,

Nachsicht und Geduld?

Erkennst du denn nicht,

dass Gottes Güte dich dazu bewegen will,

dein Leben zu ändern?

5Du bist starrsinnig

und im tiefsten Herzen nicht bereit,

dich zu ändern.

Und so ziehst du dir selbst

mehr und mehr Gottes Zorn zu

bis zum Tag des Zorns –

dem Tag,

an dem Gott sich als gerechter Richter offenbart.

6Gott wird jeden belohnen oder bestrafen,

wie es seinen Taten entspricht:

7Es gibt Menschen,

die sich nicht davon abbringen lassen,

Gutes zu tun.

Es geht ihnen um Herrlichkeit,

Ehre und Unvergänglichkeit.

Ihnen wird Gott das ewige Leben schenken.

8Aber andere handeln aus Eigennutz.

Sie folgen nicht der Wahrheit Gottes,

sondern setzen auf das Unrecht.

Gottes grimmiger Zorn wird sie treffen.

9Über jeden Menschen, der Böses tut,

lässt er Not und Verzweiflung hereinbrechen.

Das gilt an erster Stelle für die Juden,

und dann auch für die Griechen.

10Aber jedem, der Gutes tut,

schenkt Gott Herrlichkeit, Ehre und Frieden.

Das gilt ebenso an erster Stelle für die Juden,

und dann auch für die Griechen.

11Denn Gott ist ein unparteiischer Richter.

( Basisbibel )

Für alle gilt der gleiche Maßstab

1Aber auch du, Mensch, der du dieses Treiben missbilligst: du hast keine Entschuldigung. Wenn du solche Leute verurteilst, sprichst du damit dir selbst das Urteil; denn du handelst genauso wie sie. 2Wir wissen: Über die Menschen, die all dies Böse tun, wird Gott ein unbestechliches Gericht halten. 3Wie wollt ihr da der Strafe entgehen, wo ihr doch genau das tut, was ihr an den anderen verurteilt? 4Missachtet ihr die große Güte, Nachsicht und Geduld, die Gott euch bis jetzt erwiesen hat? Seht ihr nicht, dass er euch durch seine Güte zur Umkehr bewegen will? 5Aber ihr kommt nicht zur Einsicht und wollt euch nicht ändern. Damit häuft ihr ständig noch mehr Schuld auf und bereitet euch selbst das Verderben, das am Tag der Abrechnung über euch hereinbricht – an dem Tag, an dem Gott sich als Richter offenbart und gerechtes Gericht hält.

6Dann wird Gott alle Menschen belohnen oder bestrafen, wie sie es mit ihren Taten verdient haben. 7Den einen gibt er unvergängliches Leben in Ehre und Herrlichkeit – es sind die, die sich auf das ewige Ziel hin ausrichten und unermüdlich das Gute tun. 8Die anderen trifft sein vernichtendes Gericht – es sind die, die nur an sich selbst denken, sich den Ordnungen Gottes widersetzen und dem Unrecht folgen. 9-10Über alle, die Böses tun, lässt Gott Not und Verzweiflung hereinbrechen. Denen aber, die das Gute tun, wird Gott ewige Herrlichkeit, Ehre und Frieden schenken. Dies beides gilt in erster Linie für die Juden, aber ebenso auch für die Menschen aus den anderen Völkern. 11Denn Gott ist ein unparteiischer Richter.

( Gute Nachricht Bibel )

11.12.2019Predigttext am 22.12.2019
2. Kor 1,18-22
Lutherbibel 2017 Basisbibel Gute Nachricht Bibel

18Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich. 19Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm. 20Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. 21Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat 22und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

( Lutherbibel 2017 )

18So wahr Gott treu ist:

Keines unserer Worte an euch

bedeutet gleichzeitig Ja und Nein.

19Denn es war Gottes Sohn,

Jesus Christus,

den wir bei euch verkündet haben –

wir, das heißt:

ich, Silvanus und Timotheus.

Und Gottes Sohn war nicht Ja und Nein zugleich,

sondern er ist das Ja in Person.

20Durch ihn sagt Gott Ja zu allem,

was er je versprochen hat.

Deshalb berufen wir uns auf ihn,

wenn wir »Amen« sagen.

Und so machen wir Gottes Herrlichkeit noch größer.

21Gott aber ist es,

der uns gemeinsam mit euch

im Glauben an Christus festigt.

Er hat uns gesalbt

22und uns sein Siegel aufgedrückt.

Dazu hat er uns den Heiligen Geist

als Vorschuss ins Herz gegeben.

( Basisbibel )

18Gott ist mein Zeuge: Kein Wort, das ich euch sage, ist Ja und Nein zugleich!

19Denn Jesus Christus, der Sohn Gottes, den Silvanus, Timotheus und ich bei euch verkündet haben, war nicht Ja und Nein zugleich. In ihm ist das reine Ja Wirklichkeit geworden. 20Mit ihm sagt Gott Ja zu allen seinen Zusagen. Von ihm gedrängt und ermächtigt sprechen wir darum auch das Amen zur Ehre Gottes.

21Gott hat uns zusammen mit euch auf diesen festen Grund gestellt: auf Christus. Er hat uns gesalbt 22und uns sein Siegel aufgedrückt. Er hat seinen Geist in unser Herz gegeben als Anzahlung auf das ewige Leben, das er uns schenken will.

( Gute Nachricht Bibel )

Was Sie mitbringen müssen:
Eine gute Stunde Zeit,
die Lust, etwas Neues zu entdecken,
und die Bereitschaft, andere Ansichten zu respektieren.

Was Sie erwartet:
Jeweils ein Abschnitt aus der Bibel und Menschen,
die mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen möchten.

Kontakt: Pfr. Thomas Abraham (Tel. 0721 78361958)