Grüner Gockel

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Der „Grüne Gockel“ ist das Zertifikat für ein Umweltmanagementsystem in Kirchengemeinden und kirchlichen und diakonischen Einrichtungen. Es orientiert sich an den Vorgaben in der EU-Verordnung für Umweltmanagement und -audit (EMAS III-Verordnung). Sie zielt darauf ab, die Arbeit vor Ort zunehmend umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten. Durch gemeinsam festgelegte Ziele, verbunden mit klaren Zuständigkeiten, werden stetige Verbesserungen erreicht. In Deutschland nehmen bereits mehr als 800 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen an diesem Prozess teil, mehr als 120 davon allein in Baden.

Gelebter Klimaschutz in der Stadtkirche Durlach

Als ersten Schritt hat die Stadtkirchen-Gemeinde Durlach ein Umweltteam gegründet, bestehend aus Matthias Bratzler, Martin Fürst, Enzi Magerl-Ziegler, Achim Meister, Karin Mezger, Susanne Nagel und Kurt Nollert. Sie möchte einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und diesen mit dem Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ nachvollziehbar, messbar und sichtbar machen.

Im Familien-Gottesdienst zum Erntedank am 10. Oktober 2021 hat die Stadtkirchen-Gemeinde Durlach ihren Einstieg in das kirchliche Umweltmanagement gefeiert.

Mitglieder des Umweltteams der Stadtkirche Durlach
von links: Kurt Nollert, Karin Mezger, Enzi Magerl-Ziegler, Achim Meister

Weitere Gemeinde-Mitglieder, die gerne mitwirken möchten, sind herzlich dazu eingeladen und können sich gerne an das Umweltteam wenden.
E-Mail: service@stadtkirche-durlach.de

Umweltleitlinien

Für die Stadtkirche Durlach haben wir bereits eigene Umweltleitlinien formuliert, welche der Ältestenrat am 17. Dezember 2021 verabschiedet hat.

Präambel
Wir sind dankbar für Gottes wunderbare Schöpfung und wollen aktiv dazu beitragen, sie zu bewahren – für uns, unsere Kinder und Enkelkinder. Denn es ist Aberglaube anzunehmen, Gott werde handeln, wenn wir müßig bleiben und damit den Klimawandel vorantreiben. Wir wollen uns mit der Stadtkirchen-Gemeinde Durlach auf den Weg machen hin zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Wir tun das mit einem klaren Ziel vor Augen: dem „Grünen Gockel“. Das Umwelt-Zertifikat der Evangelischen Kirche weist uns wie ein Leuchtturm den Weg. Auch wenn dieser noch weit ist und so manche Herausforderung für uns bereithält: Wir können nur gewinnen! Als Kompass dienen uns folgende Umweltleitlinien.

  1. Vorbild sein
    Das Umweltteam will in Sachen Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel vorangehen, seine Arbeit nachvollziehbar machen und in regelmäßigen Abständen darüber informieren.
  2. Umweltwirkung reduzieren
    Ein zentrales Anliegen ist es, der Gemeinde Möglichkeiten aufzuzeigen und sie zu befähigen, mit ihren Energieverbräuchen und Abfällen auch dauerhaft ihre CO2-Emissionen zu senken.
  3. Nachhaltiges Einkaufsverhalten
    Die Gemeinde wird dabei unterstützt, ihr Einkaufsverhalten auf dessen Umweltwirkung hin zu überprüfen und dahingehend zu verbessern, dass Umweltschutz und menschenrechtliche Sorgfalt zu zentralen Kriterien für Kaufentscheidungen werden.
  4. Vielseitiges Engagement
    Ökologische Projekte in der Gemeinde werden gefördert oder initiieren.
  5. Verantwortungsvolle Mobilität
    Das Umweltteam möchte auch die Gemeindemitglieder verstärkt für die Umweltwirkung von Mobilität sensibilisieren und die Stadtkirche dabei unterstützen, bei Fragen der Mobilität vor allem nach ökologischen Gesichtspunkten zu entscheiden.
  6. Verpflichtung
    Die Mitglieder des Umweltteams haben sich verpflichtet, die umweltrechtlichen Vorgaben immer wieder zu überprüfen und ihre Umsetzung sicherzustellen. Sie begreifen diese Vorgaben als Mindeststandards.

Nächste Schritte

Einem erprobten System folgend, wird das Umweltteam in den kommenden Monaten die direkten und indirekten Umweltauswirkungen unserer Gemeinde erfassen und bewerten. Zentrales Ziel ist es, die Verbräuche von Heizenergie, Strom, Wasser, Abfall und Papier in unserer Gemeinde nachhaltig zu reduzieren. Im Kleinen wie im Großen geht es der Gruppe darum, Bewusstsein zu schaffen: Für die Verantwortung und Vorbildfunktion der Kirche, Gottes Schöpfung zu bewahren.

Mehr zum Grünen Gockel

⇒ www.ekiba.de/umwelt-energie-bue/gruener-gockel/