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Maß nehmen

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Maß nehmen

Vor dem Gottesdienst am 15. September um 11.30 Uhr im Luther-Melanchthon-Gemeindezentrum (Bilfinger Straße 5) heißt es erst einmal an einer Messlatte im Eingangsbereich Maß nehmen. Danach wird entschieden, durch welche Tür der Gottesdienstraum betreten werden darf. Warum? Lassen Sie sich überraschen!

Nach den Gottesdienst sind alle Besucherinnen und Besucher zum gemeinsamen Mittagessen herzlich eingeladen.

»Unorthodox«

Am 5. September ist die Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau, die sich mit 23 Jahren aus aus den Fesseln religiöser Extremisten befreite, Thema der Gesprächs­runde für Frauen.

Deborah Feldman
Deborah Feldman

Deborah Feldman, geb. 1986, New York, wuchs in der chassidischen Satmar Gemeinde in Williamsburg, New York, auf. Hier herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Die Satmarer, wie sie sich seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg nennen, sehen im Holocaust eine von Gott verhängte Strafe. Um eine Wiederholung der Shoa zu vermeiden, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Sexualität ist ein Tabu, Ehen werden arrangiert, im Alltag wird Jiddisch gesprochen, Englisch gilt als verbotene, unreine Sprache. Nach Schätzungen zählt die Gemeinde heute 120.000 Mitglieder, denen sie ein Netz an Sicherheit gewährt – ohne jegliche Freiheit. Deborah Feldman hat schon als Kind Anstoß an der strikten Unterwerfung unter die vom Gründungsrabbiner der Sekte aufgestellten Lebensgesetze genommen, an der Ausgrenzung, der ärmlichen Lebensweise und der Unterordnung der Frau.

Ihre autobiografische Erzählung »Unorthodox« wurde schlagartig ein spektakulärer New-York-Times-Bestseller und erreichte eine Millionenauflage. In gleichnamiger deutscher Übersetzung wurde der Titel zum Spiegel-Bestseller. »Unorthodox« ist eine meisterhafte Schilderung des Emanzipationsprozesses einer jungen Frau aus tiefer Einsamkeit und Angst hin zu einem einzigen Punkt: dem eigenen Denken und Fühlen.

Weitere Informationen und Themen → Gemeinde-Angebote | für Erwachsene | Gesprächsrunde für Frauen

Neu im Predigtarchiv

Predigt über Apostelgeschichte 3,1-10 am 12. Sonntag nach Trinitatis (08.09.2019) von Pfarrer Thomas Abraham

„Tote Schriftgläubigkeit“ — Predigt über Joh 5,39-47 an Trinitatis (16.06.2019) von Pfarrer Thomas Abraham

„Ich habe mich immer an die Regeln gehalten“ — Predigt über Hiob 23,1-17 am 11. Sonntag nach Trinitatis (01.09.2019) von Pfarrer Thomas Abraham

Predigtarchiv

Predigtvorgespräch

Mittwoch, 21. August, 20.00 Uhr
Im Gemeindehaus am Zwinger / Bibliothek

Hiob 23,1-17
Predigttext am 01.09.2019

Bibeltexte werden im Gespräch miteinander lebendig – wenn die eigenen Fragen und Erfahrungen eingebracht werden. In der reformatorischen Tradition ist deshalb die Schriftauslegung keine Angelegenheit weniger Experten. Sie ist Aufgabe und Recht aller, die in der Bibel Gottes Wort suchen und finden möchten. Die Predigtvorgespräche bie­ten dazu Gelegenheit.

Weitere Hinweise und Termine → Gottesdienste | Predigtvorgespräche

Mundartgottesdienst mit Wolfgang Müller

Verschtehsch Du manchmol a net, was die in de Dorlacher Kirch so predige? Des könnt vielleicht an de Sproch liege.

De Martin Luther hat’s domols scho g’wusst un g’schriebe: „… sondern man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden, und darnach dolmetschen; da verstehen sie es denn und merken, dass man Deutsch mit ihnen redet.“

Genau deswege – un wege nix annerem – gibt’s bei uns jetzt a en Mundartgottesdienscht!
Wolfgang Müller
Foto: Wolfgang Müller – privat

Wolfgang Müller aus Söllingen im Pfinztal hat einen solchen Gottes­dienst in seiner heimischen kernbadischen Mundart ausgearbeitet, zu dem er in den Kirchen­bezirken im mittelbadischen und angrenzenden Raum einlädt – so auch am

Sonntag, den 18. August 2019 um 10.00 Uhr in der Stadtkirche Durlach.

Als Prädikant der Evangelischen Landeskirche, als gern gehörter Radioautor und Badischer Mundart­preisträger kann und darf er in mehrfacher Hinsicht aus berufenem Mund sprechen.

Grundlage des Gottesdienstes sind Verse aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser, die in dem Vorschlag gipfeln: Doch oins vor allem: Schlupfet en d’Liebe nei! (Kol.3,14)

Zu diesem besonderen Gottesdienst sind alle ganz herzlich eingeladen, d‘Regelbesucher genauso wie d’Widdermol-Vorbeigugger und natürlich auch die, die de Kirchturm sonscht bloß zum uff d’Uhr Gugge brauche…

Oifach mol neigugge: ⇒ mueller-soellingen.de