Kreuz

Kreuz

Die lebensgroße Kreuzesfigur im Altarraum wurde im 16. Jahrhundert aus einem einzigen Sandsteinblock gestaltet. Das Kreuz stand zunächst auf dem alten Friedhof von Durlach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es am Prinzessenbau angebracht und fand 1967 seinen Weg in die Stadtkirche.

Die Kreuzigung war eine im Altertum häufig verwendete Methode zur Hinrichtung von Verbrechern. Sie führte zu einem langsamen und sehr grausamen Tod. Das Kreuz steht für das Leiden und die Grausamkeit, die Menschen von anderen Menschen erdulden müssen. Es erinnert aber auch daran, dass nicht einmal der Tod Gott von seiner Liebe zu den Menschen abbringen oder Menschen von Gott trennen kann (Römer 8,31-38 1).

Bei entsprechender Beleuchtung fallen zwei Schatten des Kreuzes zwischen die zentralen Chorfenster. Dieses Licht- und Schattenspiel erinnert an die Verbrecher, die rechts und links von Jesus mitgekreuzigt wurden.

Römer 8,31-38
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt.

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.«

Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.