Märtyrer-Fenster

„Märtyrer“ nennt man Menschen, die bereit sind, für ihren Glauben sogar den Tod in Kauf zu nehmen.
Das Märtyrer-Fenster zeigt unten Stephanus. Von seiner Steinigung erzählt die Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 7,57-60 1). Im Hintergrund ist Saulus zu sehen, der ihn verfolgt und später selbst ein Apostel wird.
In der Mitte ist mit einer zylinderförmigen Kopfbedeckung (der „Ketzermütze“) Johannes Hus dargestellt. Er war ein tschechischer Erneuerer der Kirche und wurde 1415 in Konstanz auf einem Scheiterhaufen verbrannt.
Die drei Pfarrer im oberen Abschnitt erinnern daran, dass auch heute noch Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt oder getötet werden. Die leuchtende Krone darüber verweist auf das Versprechen Gottes: „Bleib mir treu, auch wenn es dich das Leben kostet. Dann werde ich dir als Siegeskranz das ewige Leben geben“ (Offenbarung 2,10 2).
Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.
